8. Januar 2012
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Frachter Rena ist fast 3 Monate nach dem Unglück auseinandergebrochen

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Es ist unglaublich und nicht zu verstehen. Das am 5. Oktober 2011 vor Neuseelands Küste auf ein Riff aufgelaufene Containerschiff “Rena” ist fast drei Monate nach dem Unglück doch noch auseinandergebrochen.

Im Oktober flossen über 400 Tonnen Öl ins Meer, etwas 2000 Vögel sollen verendet sein. Viele hundert Container, darunter einige mit bedenklichem Inhalt, gingen verloren. Es handelte sich um eine der schwersten Meereskatastophen, die Neuseeland erlebt hat.

Große Schwierigkeiten bei der Bergung des Öls und der Container

Damals gab es aufgrund der Stürme und schwierigen Wetterbedingungen große Schwierigkeiten, das Öl abzupumpen und Container zu sichern. Etwa 1100 Tonnen sollen abgepumpt worden sein, im November wurde gemeldet, 50 Tonnen Öl seien jetzt noch im Schiffsrumpf verblieben und wären schwer zu bergen.
Daraufhin begann man mit der Bergung der Container, die sich ebenfalls als sehr schwierig und langwierig erweist.

Bei dem Unglück jetzt in der letzten Nacht vom 08.01.2012 sollen nun mindestens 300 Container von den noch verbliebenen 880 Containern beim Auseinanderbrechen von Bord gerutscht sein.

Es wird fieberhaft versucht, eine erneute Verschmutzung durch eventuell auslaufendes Öl zu verhindern. Experten sagen, dass unter Umständen das erste Öl am Montag an der Küste eintreffen könnte. Derzeit sind die Wetterbedingungen wieder so schwierig, dass Versuche, das verbliebene Öl zu bergen, keinen Sinn machen. In ein paar Tagen soll der Sturm eventuell nachlassen.

Vor dem Unglück wurden Sicherheitsmängel festgestellt

Das Unverständliche an der Misere ist, dass die australischen Schiffahrtsbehörden das Schiff einige Wochen vor dem Unglück im Oktober 2011 aufgrund von Sicherheitsmängeln beschlagnahmten, was aber von liberianischen Behörden widerum angefochten wurde. Mit neuen Auflagen durfte das Schiff dann seinen Weg im Oktober fortführen, geradewegs in das Unglück hinein.

Gegen die Führung des Schiffes sollen Strafverfahren wegen fahrlässigem Verhalten und Dokumentenfälschung eröffnet werden, aber was nützt das?

Was sich jeder Normalbürger jetzt nur fragen kann, ist, warum ließ man das Schiff mit der immer noch gefährlichen Fracht so lange auf dem Riff?
Warum wurde es zwischenzeitlich nicht geborgen? Ging das wirklich nicht anders? Waren das praktische oder vielleicht finanzielle Gründe?
Und was ist mit den Betreibern? Werden die irgendwie in die Haftung genommen, ein solch altes Schiff auf den Weg zu schicken?

Jetzt den Kapitän und Navigationsoffizier zu bestrafen, ist eine Sache. Die Urheber, die dahinter stehen, ebenso in Regreß zu nehmen, wäre mindestens genauso wichtig.

Aber so wie es in den letzten Wochen und Monaten relativ wenig genaue Informationen über die Betreiber und die genauen Inhalte auf dem Schiff gab, wird es sie wohl auch in Zukunft nicht geben.

Auf www.t-online.de gibt es einen Bericht und ein Video von Reuters über das Auseinanderbrechen des Schiffes.

29. Dezember 2011
von admin
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Kreuzfahrtschiffe mit Negativ-Auszeichnung “Umwelt-Dinosaurier des Jahres 2012″ versehen

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Der Naturschutzbund Deutschland hat die Kreuzfahrtschiffe von Tui Cruises und Aida mit dem negativen Umweltpreis “Umwelt-Dinosaurier des Jahres 2012″ ausgezeichnet.

Grund dafür ist die laut dem Naturschutzbund Deutschland immer noch extrem hohe Umweltverschmutzung, die durch die Kreuzfahrtschiffe während ihrer Traumreisen verursacht wird.

Allein bei einer Reise eines Kreuzfahrtriesen verursacht dieser mehr Schadstoffe als 5 Millionen Pkw auf gleicher Strecke. Die Unterhaltung der mit allen luxuriösen Annehmlichkeiten ausgestatteten Schiffe ist extrem aufwendig, doch für Rußpartikelfilter sei das Geld nicht da, moniert der Naturschutzbund. Anstatt dass die Schiffe mit Schiffsdiesel angetrieben würden, wird immer noch viel giftigeres Schweröl verwendet.

Die Reedereien der Kreuzfahrtriesen haben versprochen, sich des Problems anzunehmen. Der Ausstoß von Feinstaub und Schwefeloxiden sei bereits etwas vermindert worden. An Rußpartikelfiltermöglichkeiten werde derzeit noch gearbeitet.

Durch die immer beliebter werdenen Kreuzfahrtreisen spielen die Ozeanriesen bei der Verschmutzung der Meere und Küstenstreifen durchaus eine Rolle.

Da Aida und Tui Cruises die Zugpferde hinsichtlich des Angebotes von Kreuzfahrten sind, hofft der Naturschutzbund Deutschland damit ein Signal für die gesamte Branche gesetzt zu haben.

Es gibt viele Varianten, den Energieverbrauch auf den Schiffen zu senken. Neben dem umweltschonenden Einsatz von Schiffsdiesel und Rußpartikelfiltern sind der Einsatz von Solarenergie und LED-Lampen auf den Schiffen weitere Möglichkeiten.

Hier geht´s zum Artikel des NABU Deutschland.

24. Dezember 2011
von admin
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Solarenergie aus den Hochgebirgen

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Das Megaprojekt Desertec in der marokkanischen Wüste ist mittlerweile vielen ein Begriff. Japanische Forscher haben jetzt herausgefunden, dass neben sonnigen und heißen Standorten auch hohe Gebirge hervorragend für eine überdurchschnittliche Ausbeute an Solarenergie geeignet sind.

Einerseits ist die Sonneneinstrahlung auf den Gipfeln sehr intensiv, andererseits stört die Kälte weniger wie vermutet. Ganz im Gegenteil, manche Solarzellen arbeiten bei kälteren Temperaturen sogar noch besser. Eine Stromlieferung vom Himalaya aus nach China oder Indien wäre also eine Möglichkeit. Nun wird getestet, wie sich Schneefall und andere Störfaktoren auswirken.
Einen weiteren interessanten Artikel dazu findet man auch auf www.handelsblatt.com

24. Dezember 2011
von admin
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Steinkohlekraftwerke können grüner werden

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Der Konzern Vattenfall hat im Berliner Steinkohlekraftwerk Reuter-West einen interessanten Versuch unternommen.

In einem über drei Monate dauernden Test wurden rund 4.300 Tonnen speziell veredelter Holzpellets zusammen mit Steinkohle verbrannt.

Der Anteil an Biomasse wurde dabei von anfangs 20 Prozent auf 50 Prozent gesteigert.

Diese Mengen als Holzpellets zu verbrennen, erfordert einige Vorbereitungen. Holzpellets müssen eigentlich trocken gehalten werden, dies ist bei den erforderlichen Massen schwer zu bewerkstelligen.

Da auch ihr Energiegehalt im Gegensatz zu Steinkohle viel geringer ist, mussten die Holzpellets daher speziell unter Dampf behandelt werden. Dadurch wurden Sie unempfindlich gegen Feuchtigkeit und konnten dichter gepresst werden.

Holzpellets geben bei der Verbrennung das CO² ab, welches sie beim Heranwachsen als Baum aufgenommen haben. Sie gelten daher als klimaneutral. Steinkohle hingegen gibt CO² ab, das vor Millionen von Jahren gebunden wurde, es wirkt daher sehr viel negativer auf die aktuelle Klimabilanz.

Laut den Ergebnissen von Vattenfall wäre es ohne weiteres möglich, 20 Prozent der verwendeten Steinkohle durch hochwertige Holzpellets zu ersetzen. 425 Gigawattstunden Strom könnten so pro Jahr erzeugt werden.

Hand Dieter Hermes, Leiter der Biomasseentwicklung bei Vattenfall, wünscht sich daher Förderungen für regenerative Energie aus Biomasse genauso wie für andere erneuerbare Energiequellen. Damit würde man die Herstellung von Holzpellets und die Energieversorger in ihrem Bestreben absichern.

Mehr Informationen dazu findet man unter

www.vattenfall.de – erneuerbare-energien-biomasse
www.strom-magazin.de

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